unterwegs

Obwohl angesichts der Corona-Pandemie in diesen Tagen und Wochen das Motto „Zu Hause bleiben!“ lautet, haben wir die neue „use“-Ausgabe mit der Überschrift „unterwegs“ versehen. Das klingt paradox, ist es wohl auch. Die Erklärung liegt darin begründet, dass die Redaktion die Überschrift „unterwegs“ für das Heft 2020/2 bereits zu einer Zeit festgelegt hatte, als Covid-19 ein noch völlig unbekanntes Phänomen war.
Natürlich hätte man das Heftmotto kurzfristig ändern können, wir haben es aber bewusst beibehalten. Denn zunächst ist es ja in der verordneten Zwangshäuslichkeit eine angenehme Lektüre, wenn man durch anregende Texte und Fotos voller Phantasie „unterwegs“ sein darf und sich quasi attraktive Ziele, Wege, Orte und Ereignisse ins Haus holt. Zum anderen sollen unsere Beiträge Vorfreude wecken auf die Zeit nach dem Lockdown, wenn man wieder außerhalb seiner vier Wände Natur und Kultur so richtig genießen kann.
Also schnell den virtuellen Rucksack gepackt, und schon starten wir ins Osnabrücker Land und bewegen uns mit dem Fahrrad auf der Hufeisenroute, die uns Märchen, Sagen und Geschichte erleben lässt. Im Münsterland besuchen wir die Schlösser Westerwinkel und Nordkirchen sowie die Burg Vischering; außerdem wandern wir auf den Spuren der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Im Wesuweer-Moor erwartet uns der Naturpark-Ranger Hauke Zirfas, und ein Abstecher zum Schloss Clemenswerth bringt uns dieses Kleinod als Ort der Marienverehrung nahe. Kulturell sind wir zu Gast im Theater Meppen und in der Papenburger Kunstschule Zinnober. Auch Corvid-19 beschäftigt uns: Wir beleuchten die Auswirkungen der Krise auf die Emsländische Landschaft und stellen die Papenburger Initiative „Help the artists!“ vor. Wie immer kommt auch die Natur nicht zu kurz: So besuchen wir den Fischotter und beschäftigen uns mit der Orchidee. Schließlich stellen wir den Hof „EmsAuen“ in Rhede vor, der seine biologischen Produkte nach den Prinzipien der Solidarischen Landwirtschaft vertreibt. Denn schon Hippokrates
empfahl: „Lass Nahrung deine Medizin sein!“ Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser, es lohnt sich, mit „use“ unterwegs zu sein. Tanken Sie Vorfreude auf die Zeit nach Aufhebung der Einschränkungen.
Aufgrund der aktuellen Situation ist es uns nicht möglich, in dieser Ausgabe wie gewohnt einen Veranstaltungskalender zu veröffentlichen. Wir bitten um Verständnis.

Zum Schluss noch ein Wort in eigener Sache:
Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen auch uns als Herausgeber der „use“. Anzeigen bleiben aus, und der Weg in Buchhandlungen und Zeitschriftenläden bleibt verwehrt oder tritt in der Priorität zurück. So möchten wir Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sehr herzlich bitten, der „use“ die Treue zu halten. Der beste Weg der Unterstützung und Ihre Solidarität zu zeigen, wäre es, jetzt Ihr Abo zu verlängern oder ein neues abzuschließen. Das würde den Blattmachern nicht nur finanziell helfen, sondern würde auch viel emotionale Kraft freisetzen, um auch zukünftig attraktive Artikel für Sie zu recherchieren und zu präsentieren.

Darauf freut sich schon heute
Ihr Team der „use“
Bleiben Sie gesund!

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